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EVP: Ein Kaffee pro Monat für vernünftigen Vaterschaftsurlaub

Die EVP Schweiz enga­giert sich von je her für Fami­lien. Bereits vor 9 Jah­ren reichte EVP-Nationalrätin Mari­anne Streiff eine Motion für einen Vater­schafts­ur­laub ein. Heute plä­dierte sie im Natio­nal­rat für min­des­tens 20 Tage bezahlte Aus­zeit für frisch geba­ckene Väter. Der Rat jedoch ent­schied sich für ledig­lich zwei Wochen.

«Ein kon­se­quen­ter Vater­schafts­ur­laub trägt den gros­sen Ver­än­de­run­gen im Fami­li­en­all­tag Rech­nung, die eine Geburt mit sich bringt», ist EVP-Nationalrätin und Par­tei­prä­si­den­tin Mari­anne Streiff, selbst Mut­ter dreier erwach­se­ner Kin­der, über­zeugt.

Fle­xi­bler Bezug ist sinn­voll

Die Volks­in­itia­tive für einen ver­nünf­ti­gen Vater­schafts­ur­laub ver­langt einen gesetz­li­chen Anspruch auf einen min­des­tens vier­wö­chi­gen Vater­schafts­ur­laub. Ein indi­rek­ter Gegen­ent­wurf dazu wollte, dass Väter wenigs­tens zwei Wochen bezahl­ten Urlaub bezie­hen kön­nen.

Die Rats­mit­glie­der der EVP nah­men sowohl die Initia­tive selbst als auch den indi­rek­ten Gegen­ent­wurf an. Letz­te­rer kommt durch die fle­xi­ble Bezugs­mög­lich­keit den Bedürf­nis­sen der Fami­lien und der Arbeit­ge­ben­den ent­ge­gen. Auch Form, Höhe und Ent­schä­di­gung ana­log der Mut­ter­schafts­ent­schä­di­gung sind aus Sicht der EVP-Ratsmitglieder sinn­voll und ange­bracht.

20 Arbeits­tage sind bezahl­bar

Sie spra­chen sich jedoch klar für eine Urlaubs­dauer von min­des­tens 20 Tagen aus. «20 Arbeits­tage, also 4 Wochen, sind sinn­voll, mach­bar, bezahl­bar und für ein zeit­ge­mäs­ses Fami­li­en­le­ben nötig», argu­men­tierte Mari­anne Streiff vor dem Rat. «Die zusätz­li­chen Kos­ten ent­spre­chen durch­schnitt­lich dem Preis einer Tasse Kaf­fee pro Monat und Per­son! Das sollte doch für Arbeit­neh­mende und Arbeit­ge­bende durch­aus trag­bar sein.» Ent­spre­chend votierte sie für eine Min­der­heit, die den Anspruch auf 28 Tag­gel­der erhö­hen wollte.

Eltern­zeit ist Modell der Zukunft

Eine Eltern­zeit gilt aus Sicht der EVP-Ratsmitglieder zwar sicher als das Modell der Zukunft. Sie sei aller­dings gerade für KMU nur schwer umsetz­bar.

Der Rat sprach sie schliess­lich mit 129 zu 62 Stim­men für den indi­rek­ten Gegen­ent­wurf und damit für einen zwei­wö­chi­gen Vater­schafts­ur­laub aus. 

Kon­takt:

Mari­anne Streiff-Feller, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nal­rä­tin: 079 664 74 57
Nik Gug­ger, Natio­nal­rat: 079 385 35 35
Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70